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Krebsfrüherkennung ist in jedem Alter lebenswichtig!

Als gesetzlich Krankenversicherte haben Sie gemäß den "Krebsfrüherkennungsrichtlinien" Anspruch auf die nachfolgend aufgeführten und von Ihrer Krankenkasse zu erstattenden Vorsorgeleistungen:

Vom Beginn des 20. Lebensjahres an die Spiegeleinstellung des Muttermundes, die Entnahme und Fixierung von Untersuchungsmaterial (sog. Zytotest) von der Muttermundoberfläche und aus dem Muttermundskanal sowie die bimanuelle gynäkologische Untersuchung.

Zusätzlich vom Beginn des 30. Lebensjahres an erfolgen das Abtasten der Brustdrüsen und der regionären Lymphknoten.

Ab dem 50. Lebensjahr erfolgt sofern gewünscht die Tastuntersuchung des Enddarmes, und es wird ein Schnelltest auf verstecktes Blut im Stuhl durchgeführt.

Ab dem 56. Lebensjahr können Sie zwischen einer Darmspiegelung und einer zweijährigen Stuhlbriefuntersuchung wählen.

Weitere sinnvolle Untersuchungen, die zu einer höheren Sicherheit führen, können sein: Ein Frühstadium von Eierstockkrebs oder Gebärmutterhöhlen Krebs ist nicht tastbar. Durch die vaginale Ultraschalluntersuchung können oftmals Veränderungen in diesen Organen schon frühzeitig sichtbar gemacht werden.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, zusätzliche Brustultraschalluntersuchungen zur Früherkennung von Brustveränderungen durchführen zu lassen.

Dieses Plus an Leistung optimiert Ihre Vorsorge.

Bitte entscheiden Sie, ob und welche sinnvollen Zusatz-Screening Untersuchungen bzw. vorbeugenden Untersuchungs bzw. Behandlungsmaßnahmen Sie in Anspruch nehmen möchten.
 
Mammasonographie

Jährlich erkranken in unserem Land ca. 40.000 Frauen an Brustkrebs, im Laufe ihres Lebens also jede 8. bis 10. Frau. Leider sind die genaueren Ursachen noch weitgehend unklar. Auch wenn es sog. Risikofaktoren gibt, müssen wir davon ausgehen, dass es jede Frau, auch solche ohne besondere Risiken, treffen kann.

Als Schlussfolgerung hieraus empfehlen wir Ihnen folgende vor beugenden Untersuchungen:


1. Tastuntersuchung der Brust durch den Gynäkologen alle 6 Monate
2. Selbstuntersuchung durch Sie selbst ein mal im Monat
3. Mammographie in regelmäßigen Abständen, je nach Ausgangsbefund
4. Ultraschalluntersuchungen der Brust als Ergänzung zur Mammographie

Alle diese Untersuchungen können den Brustkrebs nicht verhindern, ihn jedoch so früh wie möglich feststellen. Durch die Mammographie können kleinste, noch nicht tastbare Knoten oder Mikrokalk festgestellt werden. Neben einer eventuell erfolgten Röntgenuntersuchung stellt die Ultraschalluntersuchung der Brust eine sinnvolle Ergänzung der Früherkennung dar.

Die gesetzliche Vorsorgeuntersuchung, wie sie von der Krankenkasse bezahlt wird, beinhaltet zwar die Tastuntersuchung des inneren Genitales, die der Brustdrüsen jedoch erst ab dem 30. Lebensjahr und die des Enddarms erst ab dem 50. Lebensjahr.

Für die Früherkennung des Brustkrebses - der häufigsten Krebserkrankung der Frau - ist neben der regelmäßigen Selbstuntersuchung der Brust eine Ultraschalluntersuchung sinnvoll.

Um Ihre persönliche Vorsorge optimal zu gestalten, sollte spätestens ab dem 40. Lebensjahr nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Senologie neben der Tastuntersuchung noch die Ultraschalldiagnostik hinzugezogen werden.
 
ThinPrep Pap Test (Krebsfrüherkennungstest)

Bei früher Erkennung kann der Gebärmutterhalskrebs rechtzeitig behandelt und geheilt werden. Die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung mittels eines Zellabstriches vom Gebärmuttermund hat seit den 50er Jahren zu einem Rückgang der Sterblichkeit um ca. 70% geführt. Seit dieser Zeit hat sich jedoch der Test, der immer noch eine hervorragende Methode zur Früherkennung von Krebserkrankungen und deren Vorläufern darstellt, technisch nicht geändert.

Ein Schwachpunkt der normalen Abstriche ist, dass die Beurteilung der Zellen durch viel Blut, Schleim oder Entzündungszellen dem Untersucher am Mikroskop große Schwierigkeiten bereitet. Durch Zellüberlagerungen kann es daher auch zu Fehldiagnosen kommen. Außerdem wurde in Studien gezeigt, dass die meisten Zellen nicht auf dem Objektträger aufgetragen sondern mit dem Instrument, mit dem die Zellprobe entnommen wird, weggeworfen werden.

Der ThinPrep Pap Test verbessert die Präparatequalität erheblich, störende Beimengungen werden zu einem großen Teil entfernt und nahezu alle abgestrichenen Zellen gelangen zur Untersuchung. Weltweite Studien haben gezeigt, dass der ThinPrep Pap Test genauere Angaben zulässt als der herkömmliche Abstrich. Das neue Testverfahren ist die erste wirkliche Verbesserung des Krebsabstriches seit seiner Einführung vor 50 Jahren.

Fragen Sie uns nach den Vorteilen eines ThinPrep Pap Tests, wir beraten Sie gerne.

Im Rahmen der Vorsorge gehört diese medizinisch sinnvolle Leistung allerdings noch nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen.
 
HPV-Test (Humane Papillomaviren-Testung)

Die Krebsfrüherkennungsuntersuchung mit dem üblichen Zellabstrich in jährlichen Abständen stellt eine hervorragende Methode zur Früherkennung von Zellveränderungen am Gebärmutterhals dar. Wie jede Methode kann Sie jedoch keine 100%ige Sicherheit gewährleisten.

Humane Papillomaviren (HPV) gehören zu den häufigsten Verursachern von Infektionen im Genitalbereich und werden sexuell übertragen. Bestimmte Typen dieser Viren (aus der so genannten Hochrisikogruppe) spielen jedoch eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses und seiner Vorstufen, dieses haben neueste Forschungsergebnisse gezeigt.

Nahezu 30% aller Frauen werden im Laufe ihres Lebens infiziert. Die Infektion löst meistens keine Beschwerden aus.

Dieses hochmoderne Testverfahren auf HPV erfolgt durch einen Abstrich vom Gebärmutterhals und wird mittels DNA- Technologie ausgewertet. Noch bevor irgendwelche Zellveränderungen zu beobachten sind, kann der Nachweis von Hochrisiko-Viren-HPV erbracht werden.

Dies ist für Sie kein Anlass zur besonderen Beunruhigung. Der Nachweis von HPV bietet die Möglichkeit vorhandene Muttermundveränderungen in einem besonders frühen Stadium zu erkennen und zu behandeln.

Zusammen mit dem zytologischen Abstrich erhöht sich die Chance für eine bestmögliche Krebsfrüherkennung und damit erfolgreiche Behandlung ganz wesentlich.

Aktuell wurde auch ein Impfstoff gegen diese Infektion auf den Markt gebracht - bitte sprechen Sie uns an.
 
Immunologischer Stuhltest

Krebserkrankungen im Dickdarm- und Enddarmbereich (kolorektale Karzinome) sind die zweithäufigste bösartige Erkrankung der Frau und zeigen eine zunehmende Tendenz. Dickdarmkrebs entwickelt sich in der Regel aus (primär) gutartigen Polypen bzw. Adenomen. Bei frühzeitigem Erkennen und Abtragen dieser Vorstufen kann die Karzinomentstehung verhindert werden. Je früher eine bösartige Erkrankung erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Da Blutspuren im Stuhl oft vor den in der Regel unspezifischen Symptomen auftreten, wurde schon vor Jahren eine Untersuchung (Testbriefchen, chemische Untersuchung) eingeführt.

Dieser neue immunologische Test auf Blut im Stuhl erfasst spezifisch menschliches Hämoglobin (= roter Blutfarbstoff) und zusätzlich den sogenannten Hämoglobin-Haptoglobin-Komplex, indem das Hämoglobin vor schnellem Abbau im Darm geschützt (maskiert) wird.

Gegenüber den bisherigen Verfahren bietet dieser Test eine Reihe wesentlicher Vorteile:

- der Test ist hochsensitiv (empfindlich), d.h. er wird schon bei geringsten Blut spuren positiv - das bedeutet einmal, dass ein Karzinom früher auffallen kann und darüber hinaus auch mögliche Vorstufen erfasst werden können.
- eine Diät vor der nur einmaligen Stuhlgewinnung braucht nicht mehr beachtet zu werden, da der Test spezifisch auf menschliches Blut reagiert.
- der Test kann insbesondere auch höher gelegene Blutungsquellen im Dünn- und Dickdarmbereich erfassen.
 

Gemeinschaftspraxis Dr. med. Robert Schmidt & Oliver Meißner • Neue Strasse 24 • 37581 Bad Gandersheim •
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